Absolut entscheidend und von vielen unterschätzt ist die Qualität des Klangholzes.
Der Klang entsteht nicht nur durch die Schwingungen des Trommelfelles und der damit verbundenen Anregung des Luftraumes in der Trommel, es schwingt der ganze Holzkörper mit und reflektiert zugleich die Schallwellen. Je härter das Holz, desto stärker die Reflektion. Je weicher, desto mehr Klangenergie wird absorbiert. Das wirkt sich nicht nur auf die Lautstärke einer Trommel aus, sondern auch auf die Klangqualität. Jedes Holz hat seine spezifischen Eigenschaften,
die der professionelle Trommelbauer gezielt einsetzen kann.
Innerhalb einer Holzart gibt es ebenfals große Unterschiede,
die vom Standort eines Baumes abhängig sind und von dem Bereich aus dem das Trommelholz entnommen wurde. Beim Standort beeinflussen die Wachstumsbedingungen, wie Temperatur, Licht, Wassermenge und die Nährstoffversorgung die Qualität.
Innerhalb eines Baumes ist das Holz aus den unteren Baumsegmenten härter, dichter, schwerer und wird leichter, weicher und elastischer, je weiter man nach oben geht. Eigentlich sehr logisch, denn dies begünstigt die Statik eines Baumes. Bei einigen Hölzern, wie z.B. Palisander, kann man sogar sehr deutliche Farbunterschiede zwischen unteren und oberen Bereichen erkennen. Im unteren Teil kann das Holz sehr dunkel, fast schwarz sein und ganz oben so hell, dass man kaum glauben kann, dass es sich um den selben Baum handelt.
Abschließend möchte ich noch auf die unterschiedlichen Bereiche innerhalb eines Holzsegmentes eingehen. In der Mitte befindet sich das dunklere Kernholz und am äußeren Rand das hellere, sogenannte Splintholz. So ergibt sich die deutliche Zweifarbigkeit mancher Trommeln. Kernholz ist generell auch härter und schwerer und Splintholz demzufolge leichter und weicher.
Afrikanisches Holz aus dem klimatischen Bereich rund um den Äquatorgürtel hat einen entscheidenden Vorteil gegenüber europäischen Hölzern. Es hat keine Jahresringe, die durch den winterbedingten Wachstumsstopp entstehen. Sie erleben Regen- und Trockenzeit und können generell ganzjährig wachsen. Dadurch hat afrikanisches Trommelholz viel weniger Spannungen als Europäisches und neigt deutlich weniger zu Rissbildungen.
Lenké Holz Handelsnamen:'Doussie', Lenké, 'Lingue'
Lokale Bezeichnungen: Malinke/Bambara: 'Lenké'; Elfenbeinküste: 'Lingue' Lateinisch: 'Afzelia
africana', daneben auch 'Afzelia bella', 'A. bipindensis', 'A. pachyloba',
gehören zur Familie der Leguminosen
Lenké Holz hat für den Bau von
Djembé Trommeln
außergewöhnlich gute Klangeigenschaften! Es begünstigt
klare Klänge und eine gute Differenzierung. Die Anteile der Bass-, Ton- und Slap Klänge sind ausgewogen und markant.
Lenké zählt schon lange zu den wertvollsten Naturhölzern Afrikas. Es ist durch seine Härte, Dichte, Elastizität und seine chemischen Eigenschaften sehr dauerhaft und widerstandsfähig und ein hervorragendes Bau- und Werkholz, das sich ebenso bemerkenswert mit filigranen Schnitzereien veredeln lässt.
Palisander Holz Handelsnamen: 'Palisander', 'afrikanisches Palisander', 'african Blackwood', 'Balafonholz',
Lokale Bezeichnungen: Malinke: 'Gbeng', 'Gbany'; Susu: 'Ghari';
Lateinisch: 'Dalbergia spp.', andere Namen: 'Balairi',
gehört zur Familie der Papilionaceen
Es gibt weltweit über 200 Dalbergia Arten. Darunter sind in Afrika u.a. 'Dalbergia baroni' als 'Madagascar Palisander', 'Dalbergia melanoxylon' als 'Grenadille' und 'Dalbergia cearensis' als 'Königsholz' bekannt.
Die exakte Bestimmung der in Guinea verwendeten Dalbergia Art ist uns leider noch nicht gelungen.
Wer von Euch Djembé-Interessierten Lesern weiß mehr?
Rosen Holz Handelsnamen: 'Afrikanisches Rosenholz', 'African Rosewood', Afrikanischer Kinobaum, 'Padouk', 'Padauk', 'Barwood'
Lokale Bezeichnungen: Bambara: 'Guénou'; Malinke: 'Gbilling'; andere Namen: 'Mukwa', 'Muninga', 'Véne'
Lateinisch: 'Pterocarpus erinaceus'
gehört zur Familie der Fabaceae
Es ist dem Palisander optisch ähnlich, jedoch heller und nicht so intensiv rot wie 'Pterocarpus soyauxii' das ebenfalls unter dem Namen Padouk gehandelt wird.
Casha Holz Die Pflanzung von Cassia simanea ist in Mali noch gar nicht so alt. Auf der Suche nach geeigneten Baumarten, um der Ausweitung der Wüste in Mali zu begegnen, hat der 'Malian Forest Service' seit der Dürreperiode von 1970 in einem Projekt robuste Bäume angepflanzt, zu denen auch Cassia siamea gehört. Da diese Bäume auch optisch eine sehr schöne Erscheinung bieten, wurden sie auch in Bamako, der Hauptstadt von Mali gepflanzt. Das Holz dieser Djembé stammt von Bäumen aus Bamako City, was nur zur Verfügung steht, wenn dort Bäume auf Grund von Stadtplanungs- und Sicherheits-gründen gepflegt oder gefällt werden müssen.
Für hochwertige Musikinstrumente ist diese Holzart schon länger bekannt.
Mahagoni Handelsnamen: 'Mahagoni', 'afrikanisches Mahagoni', 'Kaya', 'Acajou', 'Cailcedrat'
Lokale Bezeichnungen: Guinea: 'Samanguila'; Malinke/Bambara: 'Djala', Elfenbeinküste: 'Dubb', 'Doukouma', Krala', 'Ira',
Französisch: 'Bois Rouge'; Lateinisch: 'Khaya senegalensis', auch 'Kaya grandifoliola', 'K. anthotheca' und 'K. ivorensis'
gehört zur Familie der Meliaceen
Diese Bäume erreichen Höhen von über 45 m und Durchmesser bis 1 m.
Buschmango Holz Handelsnamen: 'Wild Mango', 'Sunbird Tree'
Lokale Bezeichnungen: Malinke: 'Doda'; Bambara: 'Dugura'; Senegal: 'Cul Cul' oder 'Dimb'
Lateinisch: 'Cordyla pinnata', andere Namen: 'Imbubuli', 'Thunzikhulu', 'Umbubuli', 'Vovovo'
gehört zur Familie der Fabaceae; Synonym: 'Cordyla africana'
Es ist optisch dem Teakholz (Tectona grandis) ähnlich!
Iroko Holz Handelsnamen: 'Iroko', 'African Oak', 'Chene d'Afrique', 'Kambala', 'Afrikanische Eiche', 'Odum'
Lokale Bezeichnungen: Elfenbeinküste: 'Iroko'; Ghana: 'Odum';
Lateinisch: 'Chlorophora excelsa' auch 'C. regia'
gehört zur Familie der Moraceen
Dieser Baum zählt zu den verbreitetesten Bäumen aller tropischen, afrikanischen Waldformationen. Er erreicht Höhen über 50 m und Durchmesser bis 2 m. Es ist leichter als die oben genannten Djembé Hölzer. Seine Festigkeit ähnelt jedoch der unserer deutschen Eiche. Von der Elfenbeinküste kommt afrikaweit insgesamt die beste Qualität dieser Holzart.
Melina Holz Handelsnamen: 'Melina Holz', 'Melian Wood', 'White Teak'
Lokale Bezeichnungen: Guinea /Malinke: 'Melina'
Französisch: 'Bois Blanc', andere Namen: 'Iribé'
Lateinisch: 'Gmelina arborea',
gehört zur Familie der Verbenaceae Es ist ein sehr leichtes Holz, dass sich dementsprechend leicht bearbeiten lässt. Seine Festigkeit ist dennoch passabel. Seine Farbe ist hellgelb bis grauweiß.
Es
nimmt als Klangholz eine eher untergeordnete Rolle ein. Es wird in Guinea für die großen Basstrommeln Dununba, Sangban und Kenkeni favorisiert. Seit wenigen Jahren verwendet man es auch gerne zur Herstellung günstiger Djembé Trommeln.
Boumbou Holz Handelsnamen: 'Boumbou Holz',
Lokale Bezeichnungen: Malinke: bungkungo, bunkungo, Wolof: garablaobe, kattupa
Deutsch: Roter Seidenwollbaum, Französisch: 'kapokier, English: red-flowered silk cotton tree,
Lateinisch: 'Bombax costatum',
gehört zur Familie der Malvaceae
Tweneboa Holz Handelsnamen: 'Tweneboa Holz', 'Tweneboa Tree', 'Palm Holz', 'Palm Wood', 'Drum Tree'
Lokale Bezeichnungen: Ghana /Asante: 'Tweneboa', 'Kyeneboa', 'Kyenedua' (Kyene = Trommel; dua = baum), 'Tweneduru', 'Akyaboa'; Nigeria: 'Oma', 'No Kiebo Eke', 'Egin Ogume'; Kamerun: 'Boomba', 'Yombomba', 'Bola', 'Yom'
Lateinisch: 'Cordia millenii', gehört zur Familie der Boraginaceae
Tweneboa ist ein Weichholz von minderer Qualität und läßt sich mit dem Fingernagel eindrücken. Der Tweneboabaum wird bis zu 15 m hoch und kommt in Ghana, Nigeria, der Elfenbeinküste und Kamerun vor. Wegen seiner breiten schirmartigen Krone wird er als Schattenspender gerne in den Dörfern gepflanzt. Er wird in Ghana gerne zum Trommelbau verwendet, weil er nach innen weicher, anstatt wie bei anderen Hölzern üblich, härter wird. Der Name Tweneboa bedeutet direkt übersetzt 'Trommelbaum'. Das Holz hat keine besonderen Klangeigenschaften für den Djembébau, eignet sich stattdessen eher für die ghanaischen Kpanlogo Trommeln. Das Holz wird nur für die billigsten Djembé Trommeln verwendet.
Gelegentlich wird auch einfach eine Bezeichnung neu erfunden, wie zum Beispiel bei Bobo Wood, das wohl
einfach aus der Not geboren wurde, weil einer die
Holzsorte nicht deklarieren konnte. Das Holz wurde dann
kurzerhand nach dem Volksstamm der Bobo in Ghana benannt. Das ist so,
als wenn wir hier in Hessen unsere Waldhölzer
zusammenfassend als 'Hessen-Holz' bezeichnen würden :)
Wir gehen davon aus, dass verschiedene Holzsorten unter der Bezeichnung 'Bobo Wood' zusammengefasst werden. Wir bezweifeln, dass die Gleichheit des Preisniveaus von 'Bobo-Holz'mit Lenké Holz, Palisander oder Mahagoni gerechtfertigt ist. Man sollte aber immer den Einzelfall betrachten und versuchen die wirkliche Holzart zu bestimmen.
Manchmal wird auf dem afrikanischen Trommelmarkt auch Eisenholz oder Bois de Forgeron angeboten. Bois de forgeron ist die französische Übersetzung für 'Holz der Schmiede'. Das ist eine Wortkonstruktion, die es botanisch nicht gibt. Welche Holzart damit exakt gemeint ist, ist nicht festgelegt und kann regional unterschiedlich sein.
DAS Eisenholz gibt es nicht auf dem afrikanischen Kontinent. Eisenholz kommt in Südamerika vor und es ist so schwer, dass es im Wasser untergeht. Es ist extrem schwer zu bearbeiten, die Werkzeuge gehen schnell kaputt.
Wenn das Holz einer afrikanischen Djembé als 'Eisenholz' bezeichnet wird, dann ist das schlichtweg falsch.
Interessant dürfte für Euch noch Folgendes sein:
Als wir unsere Djembé Art Website 2003 gestartet haben, hat
kein einziger Djembé Verkäufer die Namen der Holzsorten
genannt. Nach und nach konnten wir dann beobachten, wie Verkäufer
bei ebay und auf dem freien Markt unsere Bezeichnungen übernommen
haben.
Zum Teil völlig falsch deklariert, aber es hat sich wohl ein
Bewusstsein unter den Kunden entwickelt, dass Holz nicht gleich
Holz ist.
Lustig war für uns oft zu sehen, wie viele Händler dann
ihr ganzes Guinea Sortiment als Lenké Holz bezeichneten.
Djala
wurde dann einfach als Lenké Rouge, Gbeng als Lenké Noir
u.s.w. bezeichnet. Uns taten dann immer die Kunden leid, die dort
echtes Lenké kaufen wollten und leider sehr oft getäuscht
wurden.
Gavin Grosvenor hat bei seinen Feldforschungen in der Gegend von Hamanah eine ganze Reihe von Djembé Bäumen identifiziert. Darunter auch das dem Palisander sehr ähnliche afrikanische Rosenholz lat. 'Pterocarpus erinaceus', dessen genaue botanische Bezeichnung nur durch den Vergleich von Holz, Rinde, Blättern, Blüten und Samenkapseln zu entschlüsseln war. 'Pterocarpus erinaceus' ist im Westen auch unter dem Namen 'Padouk' und 'Padauk' bekannt. Gleichzeitig wird aber auch das korallenrote Holz von Pterocarpus soyauxii als Padouk bezeichnet. Vorsicht, nicht verwirren lassen, 'Nichtbotanische Namen' werden oft für verschiedene Holzarten gleichzeitig benutzt.
Im Zweifelsfall zählt immer der botanische Name, der international in Lateinisch gültig ist!
Von Tropenholzexperten wissen wir, das afrikanisches Palisanderholz der Gattung Dalbergia und Pterocarpus erinaceus, wenn man es als Rohholz vor sich hat, mit Hundert prozentiger Sicherheit nur unter dem Mikroskop zu unterscheiden ist. Holzfachleute bestätigten unsere Vermutung, dass die Verbreitungsgebiete der Holzsorten
in Afrika nur unvollständig kartographiert ist.
Wir vermuten daher, dass unter den 200 weltweit verbreiteten Dalbergia Arten auch verwandte Arten des Madagaskar Palisander
oder des Königsholzes in Guinea und Mali vorkommen und haben das Holz daher als Dalbergia spp. gekennzeichnet.
Bei den
Namen Kambala, Iroko und Odum handelt es sich der Literatur nach bei allen drei um 'Chloróphora
excelsa' . Auffällig ist für uns, die
wir die Hölzer
Tag für Tag in der Hand haben und sie vergleichen können, dass
Iroko oder Kambala von der Elfenbeinküste sich vom
Odum aus Ghana unterscheidet, was mit Sicherheit sehr stark von den Faktoren Boden und Klima abhängig ist.
Unsere Beobachtungen zum Djala lassen schließen,
dass es sich hier nicht nur um die 'Khaya senegalensis', sondern
auch noch um weitere Arten wie 'Khaya grandifolia', 'anthotheca'
und' ivorensis' handelt, die alle in Westafrika vorkommen und zur
Familie der Meliaceaen gehören.
Gavin hat in Guinea auch diese Djembé Bäume im Ganzen, als
Holzprobe, die Rinden, Blüten, Blätter und auch Samen fotografiert
und sogar ein paar Djembé Bäume in Deutschland aus den
in Guinea gesammelten Samen aufgezogen.
Aber nun gut für heute, auch wenn es noch eine Menge zu sagen
gäbe!
Wie zum Beispiel, dass sich auch innerhalb einer Holzsorte die Klangeigenschaften
abhängig davon verändern,
ob das Holz vom unteren oder
oberen Teil des Baumes stammt... oder auch unsere Erfahrungen wie
sich die Oberflächenbehandlung
der Djembé auf den Klang auswirkt...und dann das alles noch
im Zusammenspiel mit der Felldicke.... :) :) Zeit für einen Tee! :) Weitere Infos zum Schwingungsverhalten der Trommel sind hier zu finden.
Wie eine Djembé Trommel entsteht!
Die Djembé Herkunftsländer
Es ist uns gelungen, in den letzten Jahren ein gesteigertes Qualitätsbewußtsein bei den Trommelbauern zu fördern.
Im qualitativen Djembé Bau ist nun
Mali absoluter Vorreiter. Mali hat inzwischen hinsichtlich Klangqualität und Handwerkskunst, mit außergewöhnlich feinen Schnitzereien in bestem Hartholz auch künstlerisch neue Maßstäbe gesetzt. Diese Djembés der Oberklasse sind bei Djembé Art zu finden! Mali hat
Guinea den ersten Rang abgelaufen! Die längste Erfahrung im
Djembé Bau haben mit Sicherheit die Malinke. Ihnen
wird die Erfindung der Djembé nachgesagt. In Guinea hat sich die schlanke Form durchgesetzt, während man die Djembé in Mali oft etwas bauchiger und runder schnitzt. Die Trommelbauer verfügen
in Guinea & Mali über
die beste Auswahl an Klanghölzern, wie Lenké, Djala,
Gbeng und Doda.
Auf Platz Drei der besten Herkunftsländer für die Djembé folgt die
Elfenbeinküste.
Hier wird fast ausschließlich Iroko Holz
verarbeitet, das durch sein geringeres Gewicht vorteilhaft ist und
einen runden warmen Klang erzeugt. Typisch sind hier die geschnitzten
Ringe am Fuß. Danach ordnen wir erst die
Senegal Djembés
ein, die fast ausschließlich aus dem sehr harten, schweren und oft spröden Doda-Holz
gefertigt werden. Weil man es im Senegal wohl nicht so genau nimmt sind diese Djembés oft nicht so exakt geformt.
Eine
eher untergeordnete Rolle spielen auf dem Weltmarkt die Produktions-Länder
Gambia, Burkina Faso und
Andere. Hier kann es natürlich auch mal besondere Einzelstücke
geben, aber generell ist die Qualität nicht so hoch. Unebene
Spannkanten, rustikale Formgebung etc....
Ghana Djembés sind, wie die billigen Asienimporte, keine Profidjembés. Ghana
ist kein traditionelles Djembéland, es fertigt erst seit die
Touristen und der Export danach verlangen. Die Djembé Hersteller
verfügen oft nicht über das
nötige Know How und die Erfahrung. Zudem besitzen sie auch nicht
die Rohstoffe, also die richtig guten Klanghölzer, um eine gut
klingende Trommel bauen zu können.
Ghana Djembés sind meist aus einem Weichholz mit Namen 'Tweneboa'.
Daneben gibt es zwar manchmal auch das etwas härtere 'Odum',
aber ein grundsätzliches Problem ist neben dem Holz auch die
mangelnde Formgebung im inneren der Djembé. Die meisten Ghana Djembés
sind nur außen korrekt geformt. Dort sogar häufig mit
spektakulären Schnitzereien verziert,
die man aus einem Weichholz natürlich im Handumdrehen herausarbeiten
kann. Im Inneren sind sie oft dickwandig um die mangelnde Stabilität
des Weichholzes zu kompensieren und das Schlimmste ist, dass die
Bauchform im Inneren oft gar nicht vorhanden ist, sondern die meisten
Djembés innen nur keilförmig zugeschnitten
sind. Von außen merkt man das nicht. Aber wenn man reingreift
kann man es fühlen. Der fehlende Klangraum macht sich beim Spielen
natürlich deutlich
bemerkbar! Das Spannsystem ist ein weiteres Problem. Oft haben
Ghana - Trommeln das
'Dubble-Weaving' Spannsystem. Zu viele Schnüre in kurzem Abstand.
Mit dem mangelhaften Tau, dass sich zu sehr dehnt, kann keine ausreichende
Spannung auf das Trommelfell gebracht werden. Solch eine Djembé klingt
schnell wie eine Waschmitteltrommel. Selbst ein guter Spieler kann damit kaum schöne Klangunterschiede
zwischen Bass, Ton und Slap herausarbeiten.
Leider denken die meisten Anfänger: 'lieber nicht so viel
Geld ausgeben, weil man ja noch nicht weiß,
ob man beim Trommeln bleibt.' Nur, mit einer Billigtrommel, mit schlechten
Klangeigenschaften kann der Spieler auch schnell das Interesse verlieren.
Für manche Anlässe rechtfertigt der geringe Preis dennoch
so eine Trommel. Für kleine Kinder beispielsweise, die noch
nicht differenziert an ihrer Schlagtechnik arbeiten.
Um eine Gute Djembé aus einem rohen Baumstamm herzustellen braucht man viel handwerkliche Erfahrung, gutes Werkzeug, fundiertes Wissen, Kraft, drei Eisenringe,
ein Ziegenfell,
ca. 30 m Tau und viel Arbeitszeit.
Um die Trommel
nach Deutschland zu schicken müssen sehr hohe Frachtkosten und Zoll
bezahlt werden.
Der hiesige Händler muss dann noch die Mehrwertsteuer,
Gewerbesteuer und andere Abgaben abführen.
Wir von Djembé Art stecken, im Gegensatz zu vielen anderen
Händlern, in jede Trommel noch mal bis zu vier Stunden Arbeit
um sie qualitativ zu verbessern.
Wenn so eine Djembé dann letztendlich 300 Euro kostet
ist das
doch
eigentlich mehr als gerechtfertigt, oder?!
Weitere Infos sind im Djembe Forum unter Holzsorten zu finden!